Zipp – deutsch-tschechische Kulturprojekte /

 

Lebenswelten /


Utopie der Moderne: Zlín /


Kafka /


1968|1989 /

 
Eine Initiative der
Kulturstiftung des Bundes
 

Bas Princen, Zlín 2009, Fotografien


Die historischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die in regelmäßigen Zeitabständen nach der Fertigstellung der jeweiligen Bauabschnitte entstanden, prägten lange Zeit das Bild von Zlín. Vielfach aus der Vogelperspektive hielten die Fotografen das vitale öffentliche Leben der Bevölkerung fest: Die Aufnahmen zeigen, wie sich die Arbeiter während ihrer sommerlichen Mittagspausen sowie zu Sportveranstaltungen und Aufmärschen über die Straßen und Plätze der Stadt ergossen. Der niederländische Fotograf Bas Princen nimmt diese Bilder zum Ausgangsmaterial für eine neue fotografische Übersetzung der frühen Stadtikonographie: Er porträtiert Zlín aus einem Blickwinkel, der die Aura der Architekturen festhält, aber auch die Spuren ihres Gebrauchs. In seinen Bildern stehen die wechselhafte Vergangenheit, die Gegenwart und Anklänge an eine nicht allzu ferne Zukunft nebeneinander. In diesem Spannungsfeld soll auch das aktuelle Denken und Sprechen über Zlín seinen Ort haben. Princens fotografische Momentaufnahmen können als Rahmen für die im Titel „Utopie der Moderne: Zlín“ gefassten Diskurse dienen.

1Department Store (Obchodní dům)



2Factory Complex



3Factory Complex



4Factory Complex



5Building No 21



6Residential area



7Residential area



8House of Arts (Dům umění)



9House of Arts (Dům umění)



10House of Arts (Dům umění)



11Indoor go-cart track



12Central Footwear Warehouse



13Grand Cinema (Velké kino)



14Silo



Bas Princen
Geboren 1975 in den Niederlanden. Studium an der Akademie für Gestaltung in Eindhoven und am Postgraduierten Labor für Architektur des Berlage Institute in Amsterdam. Er lebt und arbeitet in Rotterdam als unabhängiger Designer und Fotograf. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit der Transformation urbaner Räume und untersucht anhand der Fotografie mögliche zukünftige Entwicklungen und Szenarien. Ausstellungen aus letzter Zeit: „Invisible Frontier“ (2008) in Innsbruck, „Nature as Artifice“ (2008) in Otterloo, „Spectacular City“ (2006) im NAI Rotterdam, „Talking Cities“ (2006) in Essen, Venice Architecture Biennale in 2004 und 2006. Solo Ausstellungen: „Utopian Debris“ (2006) in Toronto, „Shrinking Cities“ (2005) in Berlin, „Achilab“ (2004) in Orléans. Publikationen: „Artificial Arcadia“ (2004, mit Beiträgen von Bart Lootsma, Wim Cuyvers, Lars Lerup, Dirk Symons, Jeff Dersen), „Rotterdam“ (2007), „Galleria Naturale“ (2008) und „Five Cities Portfolio“ (2009). In 2005 Aufenthalt in Los Angeles als Architekt-in-Residence des MAK-Schindler-Stipendiatenprogramms. In 2004 erhielt er den Charlotte Kohler Preis für junge Künstler und Architekten in den Niederlanden.


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