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1968|1989 /

 
Eine Initiative der
Kulturstiftung des Bundes
 

Der Prager Frühling 1968. Zivilgesellschaft - Medien - Politische und kulturelle Transferprozesse

15.06. - 17.06.2008, Konferenz im Senatssaal des Parlaments der Tschechischen Republik, Prag

Die dreitägige Konferenz zum Thema Der Prager Frühling. Zivilgesellschaft – Medien – Politische und kulturelle Transferprozesse knüpfte an die umfangreichen Forschungen insbesondere der tschechischen Zeitgeschichtsschreibung zum Prager Frühling, zum Einmarsch der Truppen des Warschauer Vertrages am 21. August 1968 und dessen Vorgeschichte sowie zur Periode der so genannten „Normalisierung“ von 1969/70 bis 1989 an. Die Konferenz stellte neuere Forschungsergebnisse zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des Prager Frühlings vor und erweiterte somit die traditionell vorwiegend politik- bzw. ereignisgeschichtlich geprägte Sicht auf den Reformprozess in der Tschechoslowakei. Darüber hinaus sollte die Untersuchung der gesellschaftlichen Liberalisierung während des Prager Frühlings durch transnationale und transfergeschichtliche Fragestellungen ergänzt werden. In den Blick genommen wurden die Wechselwirkungen zwischen den Prozessen in der ČSSR und den parallel ablaufenden Umbrüchen in den westlichen Gesellschaften, insbesondere der westdeutschen und französischen Studentenbewegung. Gefragt wurde nach direkten Kontakten der Akteure in Ost und West, nach deren wechselseitiger Wahrnehmung, dem Transfer von Ideen und Konzepten aber auch nach der systemübergreifenden Wirkungsgeschichte von Popkultur und Konsum.

Unter anderem mit: Christoph Kleßmann, Olřich Tůma, Martin Sabrow, Jaroslav Pažout, Jitka Vondrová, Peter heumos, Josef Žatkuliak, Clemens Vollnhals, Jiří Hoppe, Martin Franc, Peter Bugge, Stephan Kruhl, Pavel Kolář, Janos M. Rainer, Jürgen Danyle, Rainer Eckert, Daina Bleire, Robert Gildea, Francesco Caccamo, Svetlana Savranskaya, Markéta Spiritová, Michal Kopeček, Maud Bracke, Vilém Prečan, Thomas Balnton, Wolfgang Eichwede, Václav Kural, Dušan Kováč

Die Konferenz war eine gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam, des Instituts für Zeitgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung in Dresden und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Medienpartner: ČT24, Český rozhlas und Lidové noviny

Die Konferenz war Teil des Projekts 68/89 – Kunst. Zeit. Geschichte im Rahmen von „Zipp – deutsch-tschechische Kulturprojekte“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Im Rahmen der Konferenz fand der Themenabend "Misunderstanding 68/89" im Divadlo Archa in Prag statt.

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